Scheidungsdauer

Der schnelle und unkomplizierte Weg zur Scheidung



Wie lange dauert normalerweise eine Scheidung?


Die Scheidungsdauer ist ganz maßgeblich von der Auslastung des Familiengerichtes abhängig, bei dem der Scheidungsantrag eingereicht wird. In den meisten Fällen muss mit einer Verfahrensdauer von etwa sechs bis zwölf Monaten gerechnet werden. In Ausnahmefällen kann es auch mal schneller gehen oder auch länger dauern.

Die Zeit kann durch die Beteiligten, also die Eheleute, begünstigt werden, indem z.B. die Unterlagen zum Versorgungsausgleich schnell ausgefüllt und beim Familiengericht eingereicht werden.


So sparen Sie Zeit – eine kleine Abkürzung


Sie können Zeit einsparen, wenn Sie auf den Versorgungsausgleich verzichten. Der Grundgedanke des Versorgungsausgleiches ist, dass derjenige Ehepartner, der während der Ehezeit nicht gearbeitet hat oder weniger verdient hat, einen gerechteen Anteil an der Altersversorgung des anderen Partners erhält. Hierzu gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

Nach § 1587 c Nr. 1 BGB kann der Versorgungsausgleich dann ausgeschlossen werden, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

* die beteiligten Eheleute wollen den Versorgungsausgleich nicht durchführen,
* die Ehe nur von kurzer Dauer ist (einige Monate bis wenige Jahre),
* beide Eheleute während der Ehe berufstätig waren und in etwa gleich viel verdient haben.

Die Einkommensverhältnisse werden zweckmäßigerweise durch den Einkommensteuerbescheid nachgewiesen. Sofern ein solcher Bescheid nicht vorhanden ist, können auch Gehaltsabrechnungen oder Buchungsunterlagen eingereicht werden.

Der Verzicht auf den Versorgungsausgleich erfolgt entweder durch notariellen Vertrag oder durch Vereinbarung vor dem Familiengericht. Wenn der Versorgungsausgleich vor dem Familiengericht ausgeschlossen werden soll, ist ein zweiter Anwalt notwendig. Dies gilt auch dann, wenn die Scheidung ansonsten einvernehmlich geregelt ist. Der Ausschluss durch notariellen Vertrag ist demgegenüber nur dann möglich, wenn die Scheidung mindestens 12 Monate danach eingereicht wird. Anderenfalls ist der Verzicht nicht wirksam.