Verfahrenskostenhilfe

Ein Rechtsstreit vor einem Gericht kostet Geld. Wer sich von seinem Ehepartner scheiden lassen möchte, muss für das Scheidungsverfahren Gerichtskosten zahlen. Da das Gesetz eine anwaltliche Vertretung vorschreibt, kommen diese Kosten noch hinzu.

Die Verfahrenskostenhilfe (Prozesskostenhilfe) will Bürgern, für die diese Kosten nicht tragbar sind, nicht von der Möglichkeit einer Scheidung ausschließen. Die Kosten werden dann von der Staatskasse getragen, sofern die wirtschaftlichen Voraussetzungen hierzu vorliegen und Sie auch gegenüber Ihrem Ehepartner keinen realisierbaren Anspruch auf einen Kostenvorschuss haben.

Ob Sie die Möglichkeit der Verfahrenskostenhilfe (Prozesskostenhilfe) nützen können, können Sie hier berechnen:

Verfahrenskostenhilfe berechnen

Wenn der Rechner die Verfahrenskostenhilfe für Sie berechnet hat, und die Voraussetzungen auf Sie zutreffen, können Sie das hinterlegte Verfahrenskostenhilfeformular und die dazugehörigen Erläuterungen ausdrucken und ausgefüllt und mit den erforderlichen Belegen per Post zu uns schicken. Die Entscheidung über die Bewilligung der Verfahrenskostenhilfe wird vom Familiengericht vorgenommen. Insofern dienen dieser Erläuterungen als Orientierungshilfe. Für die Richtigkeit und Aktualität des VKH-Rechners wird keine Gewähr übernommen. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

 

Download Verfahrenskostenhilfeformular

Verfahrenskostenhilfe

Über die Verfahrenskostenhilfe (Prozesskostenhilfe) kann gemäß §§ 114 ff. ZPO Personen mit geringen finanziellen Mitteln eine Unterstützung zur Durchführung von gerichtlichen Verfahren gewährt werden. Diese Art der Unterstützung kommt in Verfahren vor den Zivil-, Verwaltungs-, Arbeits- und Sozialgerichten in Betracht, sofern ein Beteiligter nicht in der Lage ist, die Gerichts- und Rechtsanwaltskosten für den Prozess aufzubringen. Die Kosten werden im Falle der Gewährung vom Staat getragen. Sie ist eine speziell für das Gerichtsverfahren entwickelte Form der Sozialhilfe und soll eine Gleichheit im Bereich des Rechtsschutzes gewährleisten. Das bedeutet, dass nur die (anteiligen) Gerichtskosten und die Kosten des eigenen Anwaltes übernommen werden. Die Kosten der Gegenseite muss diese selber tragen, sofern diese nicht ebenfalls Verfahrenskostenhilfe bekommt. Das Verfahren über die Bewilligung der Verfahrenskostenhilfe ist i.d.R. kostenfrei.