Kosten einer Scheidung

Mit welchen Scheidungskosten müssen Sie rechnen?


• ab 99,- € mit bequemer Ratenzahlung
• ggf. kostenlose Scheidung bei niedrigem Einkommen und Vermögen (Verfahrenskostenhilfe)

 

Für die Kostenberechnung ist das Nettoeinkommen der Eheleute entscheidend. Als Faustformel gilt: Je niedriger das Einkommen ist, desto weniger kostet die Scheidung. Aus diesem Grund erfragen wir beim Scheidungskostenrechner und bei Scheidungsformular nach Ihrem Einkommen. Das durchschnittliche Nettoeinkommen der Eheleute wird mit drei multipliziert. Üblicherweise verlangen die Familiengerichte keine Nachweise, die Verdienstbescheinigungen brauchen Sie also nicht mit einzureichen.

Beispiel: Herr Schmidt verdient im Monatsdurchschnitt 2.000,- €, Frau Schmidt demgegenüber monatlich 1.000,- €. Damit verdienen die Eheleute Schmidt zusammengerechnet monatlich 3.000,- €. Wird dieser Wert mit drei multipliziert, ergibt dies einen Gegenstandswert in Höhe von 9.000,- €. Wichtig: Dies sind NICHT die Kosten der Scheidung, sondern ein interner Rechenwert für das Familiengericht. Die nachfolgende Tabelle zeigt, welche Gerichtsgebühren und Anwaltskosten bei diesem Wert anfallen:

bei einem             Gegenstands-
Wert bis                Gerichtsgebühren    Anwaltskosten

2.500,- €*)                    162,00 €            502,76 €
3.000,- €*)                    178,00 €            586,08 €
3.500,- €*)                    194,00 €            669,38 €
4.000,- €*)                    210,00 €            752,67 €
4.500,- €*)                    226,00 €            835,97 €
5.000,- €*)                    242,00 €            919,27 €
6.000,- €                       272,00 €          1.029,35 €
7.000,- €                       302,00 €          1.139,43 €
8.000,- €                       332,00 €          1.249,50 €
9.000,- €                       362,00 €          1.359,57 €
10.000,- €                     392,00 €          1.469,65 €
13.000,- €                     438,00 €          1.588,65 €
16.000,- €                     484,00 €          1.707,65 €
19.000,- €                     530,00 €          1.826,65 €
22.000,- €                     576,00 €          1.945,65 €

Anmerkung:
*)  Bei diesen Gegenstandswerten kommt i.d.R. die Gewährung von Verfahrenskostenhilfe in Betracht, d.h.  die Kosten werden durch den Staat übernommen. Sind mehrere Kinder vorhanden bzw. haben Sie viele Schulden, kommt eine Übernahme evtl. auch bei höheren Gegenstandswerten zustande. Eine Entscheidung hierüber wird vom Familiengericht vorgenommen.

Im vorliegenden Beispiel betragen die Gerichtsgebühren 362,- €, die Anwaltskosten liegen bei 1.359,57 €. Als Gesamtkosten wird die Scheidung ca. 1.721,57 € kosten. Werden die Kosten von beiden Eheleuten geteilt, entfallen auf jeden Partner 860,79 €. Wenn die Scheidung einvernehmlich abläuft, dann akzeptieren einige Gerichte eine Reduzierung des Gegenstandswertes bis zu 30 %, es fallen je Ehegatten nur noch 522,76 € an.


Bei einer Scheidung über unsere Kanzlei zahlen Sie garantiert immer nur die gesetzlichen Mindestgebühren. Günstiger geht es nicht!


Wie ist vorhandenes Vermögen zu berücksichtigen?

 

Sofern die Eheleute über Vermögen verfügen, kann das den Gegenstandswert erhöhen. Allerdings wird auch das nur sehr selten vom Gericht überprüft. Üblicherweise bleibt also das vorhandene Vermögen unberücksichtigt. Sollte ausnahmsweise doch nach dem Vermögen gefragt werden, gilt folgendes: Das vorhandene Vermögen wird um die Schulden nach unten korrigiert. Hiervon sind dann 5 % bei der Festsetzung des Gegenstandswertes zu berücksichtigen. Einige Gerichte räumen den Eheleuten noch Freibeträge bis zu 15.000,- € ein; für jedes Kind werden 7.500,- € angesetzt.

Beispiel: Familie Schmidt hat ein Haus im Wert von 300.000,- € Zur Finanzierung wurde ein Kredit aufgenommen, der noch mit 150.000,- € in den Büchern steht. Zieht man also von der Differenz (150.000,- €) noch die Freibeträge in Höhe von 30.000,- € für die Eheleute, und 15.000,- € für zwei Kinder ab, bleiben 105.000,- €, die mit 5 % berücksichtigt werden. Damit wäre der Gegenstandswert dann um 5.250,- € zu erhöhen. Da die Gerichte regelmäßig die Vermögensverhältnisse nicht berücksichtigen, müssen auch keine Wertgutachten o.ä. eingeholt werden.

 

Wie wird das Kindergeld berücksichtigt?

 

Das Kindergeld wirkt sich einkommenserhöhend bei dem Ehegatten aus, der das Kindergeld bezieht. Aber auch das erfragen die Gerichte nur sehr selten.

 

Wie wirkt sich das Elterngeld / Erziehungsgeld aus?

 

Eltern- bzw. Erziehungsgeld wirkt sich erhöhend auf den Gegenstandswert auf, es wird also berücksichtigt.

 

Was ist bei Hartz IV / Grundsicherung zu beachten?

 

Staatliche Sozialleistungen bleiben bei der Berechnung unberücksichtigt. Das bedeutet, dass Sie im Scheidungskostenrechner das Einkommen mit „0“ ansetzen können.

 

Verfahrenskostenhilfe berechnen

 

Sollten Sie Empfänger von Hartz IV oder Grundsicherungsleistungen sein, können wir für Sie einen Antrag auf Verfahrenskostenhilfe stellen. Üblicherweise werden diese Anträge bewilligt, so dass Sie für Ihre Scheidung keinen Cent ausgeben müssen. Gelegentlich wird die Verfahrenskostenhilfe mit einer Ratenzahlung versehen, so dass Sie – die ohnehin günstigeren Gebühren – dann in Raten an das Gericht zahlen können. Bitte reichen Sie das Formular, zusammen mit den Gehaltsabrechnungen oder den Bescheiden, dem Mietvertrag und, falls Schulden vorhanden sind, mit den Kreditunterlagen, bei uns ein. Alles Weitere übernehmen wir.


Download Prozesskostenhilfeformular

 

Wie sind Schulden zu berücksichtigen?

 

Die Kosten für Ihren Kredit können Sie in unseren Scheidungskostenrechner eingeben, da fast alle Gerichte die Kosten für die Schulden (den Zins- und Tilgungsdienst) einkommensmindernd berücksichtigen. Sollten Sie allerdings Ihren Kredit für eine selbstgenutzte Immobilie verwendet haben, können diese Kosten nicht berücksichtigt werden. Haben Sie Ihr Haus vermietet, sind die Kreditkosten nur dann zu berücksichtigen, wenn sie die Kosten der Mieteinnahmen übersteigen.

 

Wie sind Unterhaltskosten für Kinder zu berücksichtigen?

 

Zahlen Sie Unterhalt für Kinder, unabhängig wie alt sie sind, wird der Gegenstandswert regelmäßig vermindert. Die Familiengerichte berücksichtigen je Kind einen Abschlag vom Nettoeinkommen in Höhe von 250,- €.

 

Stimmt es, dass sich der Gegenstandswert reduziert, wenn die Scheidung ohne Streit abläuft?

 

Einige Gerichte berücksichtigen bei einer sog. einvernehmlichen Scheidung einen Abschlag bis zu 30 %, da die Arbeit des Gerichtes dann meist geringer ausfällt.

Was hat es mit dem Versorgungsausgleich auf sich?

 

Bei einer Scheidung wird von Amts wegen der sog. Versorgungsausgleich mit geregelt. Hierbei handelt es sich um die Aufteilung der während der Ehezeit erworbenen Rentenanwartschaften. Wenn Sie den Versorgungsausgleich nicht über einen Ehevertrag geregelt haben, muss das Gericht hierüber eine Entscheidung treffen. Der Gegenstandswert hierfür beläuft sich immer auf mindestens 1.000,- €. Entscheidend hierfür sind die zu verteilenden Rentenanrechte (z.B. gesetzliche Rentenansprüche, Betriebsrenten, usw.). Haben Sie mehr Rentenanrechte erworben, so erhöht sich für jedes Anrecht der Wert des Versorgungsausgleiches um 10 % des dreifachen monatlichen Nettoeinkommens der Eheleute.

 

Wann kostet eine Scheidung nur 99,- € im Monat? Wie lange?

 

Wenn Sie nicht in den Genuss der Verfahrenskostenhilfe kommen, können Sie bei uns eine Ratenzahlung der Anwaltskosten beantragen. Diese beträgt 99,- € pro Monat. Die Gesamtkosten richten sich nach dem oben beschriebenen Verfahren. Wir bitten lediglich darum, dass alle Kosten bis zum Gerichtstermin ausgeglichen sind.



Jetzt Scheidungskosten berechnen



Das könnte Sie auch interessieren:

So können Sie noch mehr Geld sparen

Kostenlose Scheidung bei geringen Einkünften

• Ablauf des Scheidungsverfahrens

Die häufigsten Fragen und Antworten